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Ist der Server ausgelastet?

2.10.07 , , Matthias Süß

Der Aufruf von vmstat ergibt eine Ausgabe, die wie folgt aussieht:


procs —————-memory————— —-swap— ——-io—— —system— ——cpu——
r b swpd free buff cache si so bi bo in cs us sy id wa
2 0 115524 152560 92324 511544 0 0 1 11 6 6 8 0 92 0

Dies ist eine Momentaufnahme, wie es um die Ausladtung unseres Servers bestellt ist. Da uns Momentaufnahmen allerdings wenig nutzen fügen wir dem Aufruf noch zwei Parameter hinzu:


vmstat 10 20

Dieser Aufruf liefert nun ein aussagekräftigeres Ergebnis, nämlich 20 Zeilen (Parameter 2), wobei zwischen den einzelnen Abfragen 10 Sekunden Wartezeit sind.

Sehen wir uns nun die Ausgaben etwas genauer an:

proc

Steht bei r (Anzahl der Prozesse in der Warteschlange) eine Ziffer größer als 1, ist wahrscheinlich eine stärkere CPU angesagt. Eine Ziffer größer als 1 bei b? Dann lasten nicht wieder belebbare Prozesse auf dem Server.

Die konstant hohe Speicherauslastung führt garantiert zu Performanceproblemen beim Server. Erkennen kann man dies an memmory und swap.

Für Neulinge unter Unix: Das System lagert Daten für Prozesse auf eine spezielle Partition der Festplatte aus, dem sogenannten Swap. Dies ist überwiegend der Fall, wenn der Hauptspeicher für Berechnungen nicht mehr ausreicht. Natürlich kostet die Datenschauflerei Rechenpower und Zeit.

memory

Hier interessiert uns die Angabe unter “free”, denn hier steht der ungenutze Hauptspeicher. Geht dieser gegen Null, sollte dringend über eine Speichererweiterung nachgedacht werden.

swap

Ist Swap-Aktivität vorhanden, erkennt man dies an den Ausgaben unter “si” und “so”, wobei “so” die Summe des von RAM auf Festplatte verlagerten Speichers pro Sekunde angibt und “si” den umgekehrten Weg ausgibt. Ist hier eine hohe Frequenz / Summe: Speicher erhöhen!

cpu

Die direkte Auslastung der CPU zeigen die Zahlen unter “us” (Anzahl Prozesse der User), “sy” (Anzahl Prozesse des System) und “id” (Freie Prozessorleistung in Prozent).

Fällt die freie Prozessorleistung dauerhaft unter 30 Prozent ist für Spitzen kein Puffer mehr vorhanden. Über einen Wechsel der CPU könnte man in solchen Fällen langsam nachdenken.

Fragen?


Kommentare [1]

  1. 11.03.08 , peter voigt

    Ist ‘sysctl -w 10 vm’ (für openbsd) nicht aussagekräftiger?

2010-07-30 3:33 pm , Leave a Reply

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Autor

Mathias SüßHier schreibt Matthias Süß,
ein Blogger, SEO, Softwareentwickler.

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